Über uns

Josef Fischer

Joseph Fischer
*20.5.1834    † 24.11.1903

 

Ich begrüße Sie herzlich in meiner Firma, die ich am 1. Januar 1869 gegründet habe. Sie trägt bis zum heutigen Tag meinen Namen: Joseph Fischer.

Ich bin sehr stolz darauf, dass meine Söhne, Enkelinnen und Enkel die Firma mehr als 145 Jahre lang fortgeführt haben – heute leitet einer meiner Urenkel die Jos. Fischer oHG. Nur etwa jedes zehnte Unternehmen hat auch in der vierten Generation als Familienbetrieb weiterhin Bestand – und wir sind damit in Jülich das Geschäft mit der längsten Kontinuität. Dazu gehört eine Geschäftsidee, die über so viele Jahrzehnte Erfolg hat, Disziplin und Ideenreichtum der Inhaber, ein gutes Verhältnis zu langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie das ständige Engagement für die Stadt Jülich, zu deren Bürgern teilweise über Generationen Geschäftsbeziehungen bestehen.

Vieles hat sich geändert seit 1869 – ich würde heute wenig wieder erkennen, aber der Kern ist geblieben:
– Der Firmensitz in der Kölnstraße
– Fischer als erster Anlaufpunkt in Jülich für Informationen in gedruckter Form
– Wir handeln mit Büchern und Schreibwaren
– Im Verlag erscheinen Bücher über Jülich
– Anzeigenannahme und Zeitungsaushang der Jülicher Zeitung

Das alles bedeutet eine große Kontinuität bei allem Wandel in Politik, Technik und Gesellschaft – und durch die Entwicklung unseres Betriebs möchte ich Sie nun geleiten!

GRÜNDERZEIT

Am 1.1.1869 musste ich nicht alles neu erfinden: Ich übernahm die Herausgabe der Zeitung „Jülicher Correspondenz- und Wochenblatt“ von Gottlieb Schirmer, dem Bruder des bekannten Jülicher Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer. Die erste Ausgabe dieser Zeitung war 1823 erschienen, drei Jahre, nachdem mein Vater Wilhelm Fischer aus Stolberg nach Jülich gezogen war. Gottlieb Schirmer hatte den Betrieb von seinen Eltern übernommen; als Gründungsjahr kann deshalb 1798 gelten.
Das Verlagshaus am Marktplatz erwies sich bald als zu klein für meine Pläne; 1876 konnte ich einen Teil des v.Kesslerschen Hauses erwerben und arrondierte in den Folgejahren den Grundbesitz so, dass mein Urenkel im Jahr 2000 mit einer Passage im Haus Köln- und Kapuzinerstraße zu einem durchgehenden Ladenlokal verbinden konnte.
Gegen viele Widerstände etablierte sich meine Firma bis zur Jahrhundertwende in Jülich, so dass ich genügend Zeit hatte, mich in der Lokalpolitik zu engagieren.

DIE ZWEITE GENERATION

Als ich 60 Jahre alt wurde und die Firma bereits 25 Jahre geleitet habe, gelang es mir, zwei meiner fünf Söhne in die Geschäfte zu integrieren: Mein Ältester, Adolf, trat als Verleger und Zeitungsherausgeber in meine Fußstapfen, während Ludwig sich fast fünfzig Jahre um die kaufmännischen Belange kümmerte. Adolf führte die Firma nach meinem Tod 1903 zu neuer Größe: Ab 1908 nannte er die Zeitung „Jülicher Kreisblatt“ und veröffentlichte ab 1914 täglich. Damit nicht genug: Unter dem Titel „Rurblumen“ erschien ab 1920 wöchentlich eine Zeitungsbeilage zur Jülicher Heimatgeschichte, die mit ihren 25 Jahrgängen auch für kommende Generationen zur Fundgrube interessanter Details wurde.
Die tägliche Arbeit mit Redaktion, Druck und Vertrieb der Zeitung dominierte das Geschäftsleben; über den Handel mit Büchern und Schreibwaren gibt es wenig Besonderes zu berichten.

 

ZERSTÖRUNG UND WIEDERAUFBAU

Die 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts waren die schlimmsten der Firmengeschichte: Zuerst die Wirtschaftskrise, in der die Inserate immer weniger und kleiner wurden, dann die Diktatur der Nationalsozialisten mit ständigen Übergriffen und endlich die völlige Zerstörung Jülichs 1944. Als Adolf 1937 starb, übernahm seine Tochter Hanna gemeinsam mit ihrem Onkel Ludwig die Geschäftsleitung.
Die Zerstörung der Jahrhunderte alten Gebäude und Vernichtung der Maschinen, Einrichtungen und Waren am 16. Oktober 1944 (durch einen verheerenden Bombeneinschlag genau einen Monat vor der weitgehenden Zerstörung Jülichs) musste auch Ludwig nicht mehr miterleben.
Doch das war nicht das Ende: Bereits Ende 1945 begannen meine Enkel mit dem Wiederaufbau: Josef, Ludwigs ältester Sohn, reaktivierte den Druckereibetrieb.
Sein jüngerer Bruder Heinz wurde Buchhändler und leitete die Firma bis 1985.
Adolfs Tochter Elsbeth übernahm Aufbau und Leitung der Agentur für die Aachener Volkszeitung, da die Familie beschlossen hatte, keine eigene Zeitung mehr herauszugeben, bis zum Jahr 1983.
Hanna, nun verheiratete Hommel, führte die Bücher und engagierte sich nach dem Tod ihres Vetters Josef 1964 vermehrt in der Druckerei bis zu deren Verpachtung 1980.

HIER UND HEUTE

Seit 1984 ist der Handel mit Büchern und Schreibwaren das Kerngeschäft unserer Firma. Aber das wuchs nun zu neuer Größe heran: Schon Heinz Fischer hat die Ladenfläche nach dem ersten Aufbau 1948 durch vier Erweiterungen kontinuierlich vergrößert.
Mein Urenkel Wolfgang Hommel vervierfachte diese Fläche nochmals durch die volle Nutzung des Grundstücks und Anmietung eines benachbarten Ladenlokals, übrigens auch ehemals Teil des v.Kesslerschen Hauses.
Der Verlag wurde ständig mit der Herausgabe von Büchern zu unserer Stadt Jülich fortgeführt – und seit 2005 vertreten wir wieder als Agentur den Aachener Zeitungsverlag in Jülich. Mit dem Aushang der Zeitung signalisieren wir wie zu meiner Zeit: Hier bekommen Jülicher aktuelle Informationen und im Geschäft ein breites und tiefes Sortiment zu Themen aus aller Welt. Darüber informieren wir seit Jahren auch in allen elektronischen Medien, neben dieser Homepage auch per Facebook, Twitter und Youtube; wenn Sie über Neues informiert werden wollen, abonnieren Sie unseren Newsletter – und damit wünsche ich Ihnen viel Vergnügen in meiner Firma!

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